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Edmond Blanc Preis für Bundesforstamt Grafenwöhr
Dieses Jahr wurde der Edmond Blanc Preis des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC), der für herausragende Bemühungen in Erhaltung und Management der Wildtiere im Einklang mit den Prinzipien der nachhaltigen Nutzung vergeben wird, an den Bundesforstbetrieb Grafenwöhr in Bayern, Deutschland, verliehen.
Dieter Schramm beglückwünscht William Stewart als Stellvertreter der US -amerikanischen Streitkräfte. Rechts im Bild Ulrich Maushake, Forstdirektor des ausgezeichneten Bundesforstbetriebes in Grafenwöhr. Foto: Lena Baldus
Im Jahr 1910 wurde der Truppenübungsplatz Grafenwöhr für das III. bayerische Armee Korps gegründet. Im selben Jahr beginnt die Geschichte des Militär-Forstamtes, des heutigen Bundesforstbetriebes. Der Betrieb verwaltet knapp 23.000 Hektar Land in einer sehr vielfältigen Landschaft. „Damit zeichnen wir den Bundesforst für die beispielhafte Art und Weise aus, in der es gelingt, trotz intensiver militärischer Nutzung Natur und Landschaft als Lebensraum für zahlreiche schützenswerte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und dies insbesondere auch mit den Mitteln der Jagd. Diese Bewirtschaftung des Rotwildes, Deutschlands größter Tierart, ausgerichtet an wildbiologischen, ökologischen und auch wirtschaftlichen Kriterien und das unter Wahrung deutscher Jagdtraditionen, die ein kulturelles, erhaltenswertes Erbe darstellen, ist preiswürdig“, sagte Dr. Nicolás Franco, Vorsitzender der internationalen Jury. Der relativ hohe Rotwildbestand habe in diesem Zusammenhang eine wichtige ökologische Funktion zur Erhaltung der besonders wertvollen Offenlandschaften. Das Forstamt feiert in diesem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum.
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Anbringung eines Gedenksteins im Selous Wildreservat, Tansania. |
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Ein Initiative der Deutschen Delegation des CIC
Das Selous Wildreservat in Tansania ist der Welt größtes Naturschutzgebiet und hat ein großes Wildvorkommen, u.a. 70,000 Elefanten, 7,000 Großkatzen und 120,000 Büffel.
Das Reservat ist eine deutsche Gründung. Sie wurde im Jahre 1896 durch Gouverneur Hermann von Wissmann veranlasst und ist damit das älteste Naturschutzgebiet in Afrika. Damals war das heutige Tansania die deutsche Kolonie Deutsch-Ostafrika.
Später wurde das Reservat durch die britische Kolonialverwaltung und die Regierung Tansanias auf seine heutige Größe von 50,000 km2 erweitert. Ohne nachhaltigen Jagdtourismus könnte dieses “Weltkulturerbe” der vereinten Nationen nicht existieren. Die Jagd erbringt 90 % aller Einnahmen und erst dies ermöglicht den Schutz.
In Zusammenarbeit mit der tansanischen Wildschutzbehörde erinnert die deutsche Delegation mit einer Gedenktafel aus Bronze am Eingangstor in den touristischen Teil des Reservats an die Gründung des Reservats durch den deutschen Gouverneur.

Hermann von Wissmann war ein passionierter Jäger. Er hatte frühzeitig erkannt, dass unkontrollierte Ausbeutung der natürlichen Ressource Wild ihre Ausrottung zur Folge hat. Schutz und nachhaltige Nutzung sind zwei Seiten derselben Medaille. |
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